Schlecker: Verdi setzt entlassene Mitarbeiter unter Druck

von Sven Heymanns 3. April 2012

Im Insolvenzverfahren bei Schlecker, in dessen Zuge bereits 11.000 Beschäftigte entlassen wurden, sind die Mitarbeiter mit einer Verschwörung der Schlecker-Familie, der Insolvenzverwaltung und Verdis konfrontiert. Nachdem eine Transfergesellschaft gescheitert ist, versucht die Dienstleistungsgewerkschaft alles, die Arbeiter daran zu hindern, ihre Rechte zu verteidigen.

Von Anfang an deutete alles darauf in, dass die Gewerkschaft frühzeitig über die Insolvenz des Schlecker-Konzerns informiert war und sie zusammen mit der Unternehmensleitung geplant hatte. Verdi organisierte keinerlei Kampfmaßnahmen zur Verteidigung der Arbeitsplätze und beschränkte ihre Aktivitäten darauf, die Bundesländer aufzufordern, eine Bürgschaft für eine Transfergesellschaft zu unterzeichnen, in der die entlassenen Mitarbeiter für sechs Monate einen Teil ihres Lohns erhalten hätten und erst anschließend in die Arbeitslosigkeit entlassen worden wären.

 

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