Ein kurzer Gedanke über den Terror

geschrieben am 19. September 2014 von Gastautor

Von Dadalus Uggla
10705348_10203809708857363_1128797168_nBild: Dadalus.tv

Da regt sich das ganze Land über eine ‘Scharia-Polizei’ auf, die mit Gebetbüchern unterm Arm, Moslems und Deutsche ‘bekehren’ will oder macht sich über bärtige Salafisten lustig, die den Koran auf deutschen Straßen mittels Kaffee und Kuchen unter das Volk bringen wollen.
Welch’ Frechheit in einer westlichen Demokratie? Nein, die Aufregung ist völlig berechtigt! Wer in Europa lebt, sollte auch die Gesetze und Regeln der jeweiligen Länder respektieren! Das gilt für die einheimische Bevölkerung genauso, wie für die immigrierten Zuwanderer oder Flüchtlinge aus der ganzen Welt. Keine Frage!
Aber vielleicht bekommen wir durch die lustige Begebenheit der Wuppertaler Scharia-Komödianten jetzt einen ganz kleinen Eindruck davon, was es für eine kontinentale Region von Libyen bis nach Pakistan bedeuten muss, über mittlerweile Jahrzehnte hinweg von westlichen Invasoren nicht nur bekehrt sondern kontrolliert und regiert zu werden.
Und das nicht mit Bibeln sondern mit Maschinenpistolen, Panzern, schwer bewaffneten Patrouillen in jeder Straße und Bomben, die per Drohne ins benachbarte Restaurant in Teheran, Bagdad oder Kandahar gelenkt werden und eben mal acht Frauen und siebzehn Kinder töten, weil irgendein ein Schreibtisch-Offizier in Langley dort gerade einen potentiellen ‘Terroristen’ ausgemacht haben will.
Die Gier der westlichen Welt nach Rohstoffen hat Länder wie Libyen, (früher ein Land mit der geringsten Armut und Arbeitslosenquote und einem der besten Gesundheits-Sozial-und Bildungs-Systeme der Welt) in eine apokalyptische, brennende Steinwüste verwandelt, in der genauso wie im Iran, Irak, Afghanistan und etlichen anderen islamisch geprägten Ländern nur noch Anarchie und Chaos herrschen.
Alles natürlich unter dem Vorwand, sogenannte Schurkenstaaten von ihren Tyrannen zu befreien oder wie im Irak, Herrscher über angebliche Massenvernichtungswaffen aus ihrem Amt zu vertreiben.
Gar nicht zu sprechen vom Gazastreifen, dem seit Jahrzehnten mit fast zwei Millionen Menschen größten bewohnten Ghetto der Welt, das erst in jüngster Zeit im Zuge israelischer ‘Grenzverteidigung’ systematisch dem Boden gleich gemacht wurde, ohne dass die Bewohner überhaupt eine Möglichkeit der Flucht gehabt hätten. Nicht zu sprechen von Syrien, einem Land, in dem sich die größte Flüchtlingskatastrophe der Neuzeit anbahnt, die komischerweise niemanden in der westlichen Welt überhaupt interessiert.
Selbstverständlich alles im Namen des Kampfes gegen den islamistischen Terror.

 

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